Digitale Schulbücher – Modell für die Zukunft?

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Depositphotos_14567261_sIn den USA gibt es schon länger einen Markt für digitale Schulbücher. Nun gibt es von verschiedenen Anbietern auch in Deutschland einen solchen Vorstoß. Es stellt sich aber die Frage, ob überhaupt ausreichend Bedarf für dieses Segment vorhanden ist oder Schulen doch weiter auf gewöhnliche Bücher setzen.

Das digitalisierte Medium Buch

Der technische Fortschritt betrifft auch das Medium Buch. Das digitale Lesen verbreitet sich, zahlreiche Bücher sind schon in dieser Form erhältlich. Es war vorherzusehen, dass auch die Schulen mit ihrer großen Nachfrage an Büchern für die digitale Variante gewonnen werden sollen. In den USA haben Unternehmen längst eine massive Initiative dafür gestartet. In Deutschland gibt es erst jetzt eine Offensive von mehreren Verlagen unter dem Motto „Digitale Schulbücher“. Sie planen zum nächsten Schuljahr eine gemeinsame Plattform, auf der die Angebote verschiedener Hersteller vereinheitlicht werden. So können sie Schüler und Lehrer in den gleichen Formaten und mit denselben Endgeräten nutzen. Sie preisen ihr Projekt mit mehreren Argumenten an. So können digitalisierte Schulbücher leicht auf dafür geschaffenen Geräten wie Laptops oder E-Book-Reader mitgeführt werden. Es entfällt einiges an Gewicht. Zudem können sie bei Bedarf binnen Sekunden erworben werden.

Markt in Deutschland in den Schulen?

Digitale Bücher sind im Kommen, immer höhere Umsätze werden damit erwirtschaftet. Dennoch bleibt die umstritten, ob sie gewöhnliche Bücher verdrängen werden. Vieles spricht dafür, dass dies nicht so sein wird. Eine zunehmende Anzahl an Menschen ist tagtäglich beruflich oder privat mit der digitalen Welt konfrontiert, da ist ein greifbares Buch zum Umblättern für viele eine willkommene Abwechslung. Das Gleiche dürfte auf Schüler zutreffen. Zudem deutet eine weitere Tatsache darauf hin, dass Schulen weiterhin auf herkömmliche Weise Schulbücher bestellen werden. Im Gegensatz zu den USA ist der Einsatz von Computertechnik in Deutschland noch wenig verbreitet. Er ist erst im Ansatz zu erkennen. Vor Laptops sitzende Schüler sind noch die Ausnahme. Deswegen wird es auch schwierig sein, diese oder alternativ E-Book-Reader auf die Schnelle in kurzer Zeit in der Breite einzuführen. Es ist eher wahrscheinlich, dass digitale Schulbücher in Deutschland ein Nischenprodukt bleiben. Eine mittel- bis langfristige Durchsetzung ist aber nicht ausgeschlossen, wenn die Bereitschaft auf diese Umstellung und zur Anschaffung für die dafür notwendige Hardware gegeben ist.


Bild: 
rosa.sto

 

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