Hausaufgaben

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Die süße Schultüte tröstet nicht lange über die Hausaufgaben hinweg. Und schnell kämpft das Kind regelrecht mit den Hausaufgaben. Viele Kinder sind damit überfordert. Die Eltern meinen es gut und greifen helfend ein, aber eine richtige Hilfe ist das manchmal auch nicht. Am Ende bleibt oftmals die Verzweiflung, wie man seinem Kind am besten bei den Hausaufgaben helfen kann.

Hausaufgaben fangen in der Schule an. Die Lehrer haben die Aufgabe die Hausaufgaben so zu dosieren, dass lernschwächere Kids auf ihre Leistung stolz sein können und lernstärkere Kinder sich nicht unterfordert fühlen. Außerdem gibt es einen verbindlichen Zeitrahmen, wie lange Hausaufgaben in den verschiedenen Klassenstufen dauern sollten. Sprechen Sie mit dem Lehrpersonal wie lange das Kind für die Hausaufgaben brauchen sollte. Ist die Zeit weit überschritten, sollte sich das Kind nicht weitere Zeit mit den Hausaufgaben quälen. Jedes benötigt auch einen anderen Zeitaufwand.

Ist Ihr Kind bei den Hausaufgaben wieder mal sehr verzweifelt, hilft Ihnen vielleicht einer der folgenden Tipps:

  • Bieten Sie Ihrem Kind optimale Arbeitsbedingungen. Am besten ist hier ein eigener Schreibtisch, der sich schräg stellen lässt, ein höhenverstellbarer Stuhl und gutes Licht.
  • Der Schreibtisch sollte aber nicht nur ergonomisch sein, sondern auch aufgeräumt. Das hilft sich zu sortieren. Wenn der Schreibtisch vollliegt und erst freigeräumt werden muss, kann die Lust auf die Hausaufgaben schon im Vorfeld vergehen.
  • Drängen Sie Ihr Kind nicht zu den Hausaufgaben, sondern bauen Sie es als Routine in den Tagesablauf ein, sodass es zur Selbstverständlichkeit wird. Dann denkt das Kind von ganz alleine dran. Das hat einen hohen Orientierungswert. Dabei hängt die Zeit auch von ihrem Kind ab. Braucht es erst Bewegung und kann sich dann besser konzentrieren oder lieber erst die Pflicht und dann spielen bis der Arzt kommen. Probieren Sie beide Varianten aus und sprechen Sie mit ihrem Kind darüber.
  • Mal die Hausaufgaben am Abend erledigen, kann sicher nicht schaden. Es sollte aber nicht die Regel sein, sondern eine Ausnahme bleiben. Abend ist die Konzentrationskurve schon sehr niedrig.
  • Ihr Kind sollte immer erstmal versuchen die Aufgaben selbstständig zu lösen, jedoch in der Gewissheit, dass Sie in der Nähe sind, falls doch Fragen sein sollten. Die Fragen sollten beantwortet werden, ohne das Kind unter Druck zu setzen oder ihm das Gefühl zu geben, dass die Lösung doch so einfach ist.
  • Musik im Hintergrund kann das Erledigen von Routineaufgaben fördern. Jedoch funktioniert dieser Tipp nicht, wenn man etwas auswendig lernen muss oder eine Aufgabe erledigt, die eine hohe Konzentration erfordert. Also besser die Musik während der Aufgaben aus.
  • Wenn die Aufgaben etwas länger dauern, bauen Sie doch eine kleine Snackpause ein,  um die Konzentration aufrecht zu erhalten. Spätestens nach 45 Minuten, sollte man kurz aufstehen, das Zimmer lüften oder sich etwas zu trinken holen.
  • Am besten sorgt man dafür, dass das Kind während den Hausaufgaben nicht gestört wird. Sei es durch das Telefon, durch den Fernseher oder durch spielende Geschwister beziehungsweise Nachbarskinder.
  • Wenn Ihr Kind besonders die Matheaufgaben nicht so gerne macht und diese schwierig findet, sollte man genau damit anfangen. Zu Beginn ist die Konzentration am höchsten und so hat man schnell den schwierigen Teil hinter sich.
  • Belohnung ist wichtig. Stellen Sie auch mal einen Anreiz in Aussicht. Das sollte natürlich nicht die Regel sein, aber als Belohnung für fleißige Hausaufgabenmacher absolut ok. Man selbst belohnt sich ja auch gerne nach einer harten Arbeitswoche mit einem entspannten Abend. Kinder reizen sicher mehr ein Zoo- oder Schwimmbadbesuch.
  • Loben Sie Ihr Kind, auch wenn Ihnen die Aufgaben sehr banal vorkommen – für Ihr Kind ist es vielleicht eine Meisterleistung.

Und: Hausaufgaben können auch Spaß machen!

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