Herlitz

Quelle: Wikipedia

Die Marke Herlitz ist ein Unternehmen, dass sich schon mehr als 100 Jahre auf dem Markt für Büro-, Papier- und Schreibartikel behauptet. In Deutschland zählt die Firma zu den Größten auf diesem Markt. Im Jahr 2004 feierte der Konzern sein bereits sein 100-jähriges Firmenbestehen.

1904 gründete Carl Herlitz eine Großhandlung für Schreib- und Papierwaren, dessen Kunden Facheinzelhändler aus Berlin und der Mark Brandenburg waren. Er leitete die Firma bis 1935, als er sich dann aus gesundheitlichen Gründen aus dem Unternehmen zurückzog. Sein Sohn Günter Herlitz führte die Geschäfte weiter. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Geschäftsräume zweimal zerbombt, wodurch die Geschäftstätigkeit eingestellt wurde. Nachdem Günter Herlitz aus dem Krieg zurückkehrte, nahm er das Geschäft wieder auf. Als einziger schaffte er es während der Berlin-Blockade einen geringen Warenbestand auf dem Luftweg zu beschaffen. Nach der Blockade wurde das Sortiment erweitert, sodass die Firma zu einer der bedeutendsten Großhandlungen in Deutschland aufstieg.

Aufgrund drohender Lieferantenausfälle, wegen der Vorfälle des 17. Juni 1953, begann das Unternehmen selbst mit der Produktion von Zeichenblöcken, Schulheften, Buntpapierheften, Briefblöcken und Karteikarten. Erst 1960 konnten Erfolge auf dem westdeutschen Markt erzielt werden. Die Umsatzzahlen konnten seit 1949 fast vierjährlich verdoppelt werden, sodass aus dem Unternehmen 1972 eine Aktiengesellschaft wurde. Die Expansion des Unternehmens erfolgte auch im Ausland, beispielsweise wurde in Bagdad ein Werk zur Fertigung von Schulheften gegründet. In den 80er und 90er Jahren übernahm Herlitz zahlreiche Unternehmen in der Papier- und Schreibwarenbranche, wodurch Herlitz das erste Unternehmen der Büro-Schreibwaren-Papierbranche wurde, das das gesamte Sortiment und darüber hinaus Logistik und Service anbot. 1996 wird aus der Herlitz AG eine Holding.

Ein Jahr später wählte man Karel de Vries zum neuen Vorstandessprecher. Er wollte das Unternehmen zum Global Player aufsteigen lassen, ließ sich dabei jedoch von Unternehmensberatern fehlleiten, sodass ihm die ungebremste Expansionspolitik schließlich entglitt. Das Unternehmen schreibt rote Zahlen und ein Turnaround konnte nicht erreicht werden. Zahlreiche Tochtergesellschaften stellten Insolvenzanträge, jedoch gelang es den Rechtsanwälten und Insolvenzverwaltern, dass der Konzern nicht zerschlagen wurde. Es erfolgte eine strategische Neuausrichtung, unwirtschaftliche Auslandsgesellschaften und Produktionsstätten wurden geschlossen. Leider machte das Unternehmen weiterhin Verluste. Schließlich wurde das Unternehmen 2009 von Pelikan International übernommen.

www.herlitz.de