Liebeskummer bei Teenagern

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Liebeskummer bei Teenagern – wie die Eltern helfen können

Wenn Kinder die erste Liebe erleben, dann werden auch die Eltern, ob sie wollen oder nicht, in diese Liebesgeschichte involviert. Für viele Eltern ist es ein Schock, wenn der Sohn oder die Tochter verliebt sind und es wird von Eltern viel Toleranz und noch mehr Feingefühl verlangt. Wenn diese erste große Liebe aber zerbricht, was in der Regel der Fall ist, dann steht den Eltern eine wahre Geduldsprobe bevor, denn sie müssen ihren Kindern einen Weg aus dem Liebeskummer zeigen.

Der erste Schmerz ist der schlimmste

Wenn in den sozialen Netzwerken das Wörtchen „getrennt“ beim Beziehungsstatus steht, wenn am Handy nur noch Funkstille herrscht und wenn weinen, Appetitlosigkeit und laute Musik aus dem Kinderzimmer zur Tagesordnung gehören, dann heißt das nur eines, nämlich Liebeskummer. Die erste Liebesbeziehung bei Teenagern ist meist nur von kurzer Dauer, der Liebeskummer, der darauf folgt, ist aber umso schlimmer. Eltern, die ihren Kindern in dieser schweren Situation helfen wollen, sollten diesen Kummer ernst nehmen, denn das Letzte, was die Kinder hören möchten, sind Sätze wie: Ich hab gleich gesagt, dass das nicht lange hält, ihr habt doch überhaupt nicht zusammen gepasst. Die Kinder sehen das etwas anders, denn die meisten sind der Meinung, dass die erste Liebe auch die Liebe fürs Leben ist.

Auch wenn die Eltern wahrscheinlich aus eigener Erfahrung wissen, dass dieser Zustand vorbeigeht, so sollten sie auch bedenken, wie schlecht sich der Sohn oder die Tochter jetzt fühlen. „Du bist noch so jung, du wirst dich schnell wieder verlieben“, Sätze wie dieser sind zwar lieb gemeint, aber sie verfehlen ihr Ziel, denn schließlich sind vom Liebeskummer geplagte Teenager überzeugt, dass sie sich niemals wieder verlieben können.

Als Gesprächspartner anbieten

Eltern, die sich ihren Kindern als Gesprächspartner anbieten, aber nicht aufdrängen, haben noch die größte Chance, ihren Kindern effektiv zu helfen. Das ist aber nicht immer ganz so einfach, denn während sich Jungen gerne einigeln und verschließen, suchen Mädchen eher das Gespräch mit der besten Freundin. Wenn die Teenager aber von sich aus an die Eltern wenden oder signalisieren, dass sie ein Gespräch suchen, dann sollten Eltern sich auch die Zeit nehmen. Diskretion ist in dieser Lebenslage Pflicht, denn die Kinder möchten nicht, dass diese furchtbare Niederlage, so empfinden die meisten das Ende der ersten großen Liebe, in die Welt hinausposaunt wird.

Für Kinder ist das Zerbrechen der ersten großen Liebe so etwas wie ein Weltuntergang und da sie mit ihren Gefühlen noch nicht so gut umgehen können, schlägt der Kummer auch gerne mal in Aggression um. Ist das der Fall, dann sollten Eltern die Nerven behalten und sich nicht provozieren lassen. Auch wenn das aggressive Verhalten verständlich ist, eine Art Freifahrtschein für respektloses und freches Verhalten sollte es allerdings nicht sein. So sollten Eltern beispielsweise darauf achten, dass die Schule nicht vernachlässigt wird und auch die Pflichten im Haushalt sollten die Kinder trotz Liebeskummer beibehalten. Wenn das alltägliche Leben wie gewohnt weiterläuft, dann kann das eine sehr große Hilfe sein, um den ersten und heftigen Liebeskummer erfolgreich zu überwinden.

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