Prüfungsangst – Was jetzt?

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Herzklopfen, zittrige Knie und feuchte Hände sind Anzeichen von Prüfungsangst. Leider tritt sie nicht erst unter Erwachsenen, sondern auch bei Jugendlichen und Kindern auf. Nicht nur, dass die Aufregung vor der Klassenarbeit ansteigt und der Tag mit schlimmen Befürchtungen beginnt, nicht gut genug vorbereitet oder der Ansicht zu sein, dass der Stoff allgemein viel zu schwer ist  – auch körperliche Probleme wie Magenschmerzen oder Übelkeit können sich als Symptome bemerkbar machen.

Weit verbreitetes Problem
Die Angst vor schlechten Noten fängt in den meisten Fällen schon bei der Vorbereitung auf die Klassenarbeit an. Keine Konzentration, dauernde Ablenkung sowie die Angst vor einem Blackout machen es vielen Kindern und Jugendlichen unnötig schwer, sich mit der richtigen Lernhilfe auf den Test vorzubereiten. Da dieses Phänomen viel verbreiteter ist als man zunächst vermuten mag, wird nicht nur im Internet dieses Thema von Betroffenen problematisiert, auch Wissenschaftler und Psychologen sind stetig auf der Suche nach Antworten auf die Frage: “Prüfungsangst – Was jetzt?” Ergebnisse zeigen, dass immer mehr Kinder dazu neigen, vor schriftlichen und mündlichen Prüfungen Ängste zu entwickeln, die sie daran hindern, ihr volles Potential auszuschöpfen. Gemeinsame Merkmale äußern sich in der Regel in einer negativen Einstellung zu sich selbst und der Empfindung der Unzulänglichkeit.

Ausweg aus der Panik
Einige Eltern berichten beispielsweise davon, wie ihre Kinder schon Wochen vor einer wichtigen Arbeit nicht mehr richtig schlafen und dementsprechend auch nicht richtig lernen können. Mit Übelkeit kommt Appetitlosigkeit und dadurch die Gefahr, nicht konzentriert zu sein und durch diese Unaufmerksamkeit in der Klasse weitere Schulinhalte zu verpassen. Die Ursachen für Prüfungsangst sind vielfältig und komplex. Wie verschiedene Handbücher zeigen, stehen hinter der Versagensangst mangelndes Selbstbewusstsein auf Seiten des Schülers oder der Schülerin, eine falsche Lernstrategie oder zu hoher Druck von Eltern und Lehrern.

Professionelle Ratschläge sowie persönliche Erfahrungsberichte helfen Eltern und Schülern,  gemeinsam einer Prüfungsangst vorzubeugen bzw. bekämpfen. Dafür muss allerdings erst die Problemursache erkannt werden. Hierfür bietet sich ein Katalog an Fragen an, der aufgrund der speziellen Situation angelegt werden sollte. So sollte herausgefunden werden, wann die Prüfungsangst auftritt, ob sie auf ein Fach begrenzt ist, ob sie mit einem bestimmten Lehrer in Verbindung steht oder etwas mit den Mitschülern zu tun hat und Ähnliches. Mögliche Maßnahmen können dann in Lehrergesprächen beim Elternabend oder der Reduzierung von Freizeitangeboten wie dem Sehen zu vieler Fernsehserien bis hin zu einem Schulwechsel bestehen. Aber auch zusätzliches Lob und die Mithilfe an der Entwicklung von Lernplänen und der Suche nach den richtigen Lernmaterialien wie einem Kindercomputer kann große Wirkung haben. Selbstbewusstsein kann auch gefördert werden, indem Anstrengungen des Kindes positiv beurteilt und Noten nicht zu wichtig genommen werden, um den Erfolgsdruck zu verringern. Denn natürlich ist einer wichtigsten Punkte in der Erziehung von Kindern immer das Geben von Liebe, Lob und Anerkennung.

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