Schlechte Noten und ihre Ursachen

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Schule ist nicht immer einfach! Mathematik, Physik und Englisch schrecken das Kindergemüt oft mit Formeln, Merksätzen und Regeln ab. Denn bringt ihr Kind schlechte Noten nach Hause, heißt das in den seltensten Fällen, dass es zu faul zum Lernen war. Eltern machen es sich mit dieser Erklärung oft leicht, ohne die Umstände aus der Sicht des Kindes zu betrachten.

Auf Verhaltensmuster achten

Viele Kinder fühlen sich heutzutage überlastet und überfordert mit den Erwartungen, die das Umfeld an das Kind stellt. Nach der Schule werden viele Kinder einem Programm unterzogen, dem selbst Erwachsene oft nicht standhalten können. Nachmittagsunterricht, außerschulische Sportvereine oder die Ballettstunde lasten mehr auf unseren Kindern, als wir denken. Viele Kinder leiden unter starker Prüfungsangst und bürden sich zu hohe Erwartungen an sich selbst auf, die zu Schulangst und Versagen führen. Nicht nur Lehrer, sondern auch Eltern sollten auf verschiedene Verhaltensmuster achten und das Kind nicht vorab abstempeln, ohne die eigentlichen Probleme zu erforschen. Manchmal sind es auch einfach nur falsch angeeignete Lerntechniken, die Eltern rechtzeitig aus dem Weg räumen können.

Das blockierte und das unkonzentrierte Kind

Wenn sie bei den Hausaufgaben bemerken, dass sich ihr Kind schwer konzentrieren kann oder einfach immer mit den Gedanken woanders ist als bei der eigentlichen Mathematikaufgabe, dann äußern sich in Prüfungssituationen schlechte Noten meist durch viele Fehler. Unachtsam werden Zahlen verdreht oder ein Minus anstatt Plus gesetzt. Bei Diktaten fehlen manchmal ganze Wörter, oder Aufgaben werden nicht konzentriert gelesen, so dass die Antwort meist falsch ist und sich so am Ende einige Fehler anhäufen. Geben sie ihrem Kind Zeit zum Üben und füllen sie das gemeinsame Lernen mit Abwechslung und vor allem Zeit. Klagt ihr Kind immer vor Klassenarbeit über Magenschmerzen, Übelkeit oder Unruhe und äußert es sich besorgt über anstehende Tests? Schlechte Noten, die durch Nervosität entstehen, zeigen sich oft bei blockierten Kindern. Bei Prüfungen äußert sich dieses Verhaltensmuster oft an einer schlecht leserlichen Schrift oder sogar an einem gewellten oder verschmierten Blatt. Oft werden Aufgaben falsch vom Aufgabenblatt abgeschrieben.

Das unmotivierte Kind

Kann sich ihr Kind hervorragend auf die neue Nintendo Konsole konzentrieren und auch auf die Lieblingsserie, aber nicht auf die Schule, liegt dies oft an fehlender Lust. Manche Kinder setzen einen hohen Anspruch an sich selbst und versagen gänzlich, wenn sie ihre eigenen Erwartungen nicht decken können. Kleine Perfektionisten wollen die Hausaufgaben oder den Nachhilfeunterricht optimal erledigen, doch werden mit der Zeit von Seiten der Eltern die gemeinsamen Hausaufgaben ohen Ermahnung oder nachlässig erledigt, verliert das Kind verliert an Motivation und die Lust am Lernen. Bei Tests erkennt man unmotivierte Kinder an nicht fertig gestellten Aufgaben und oberflächlichen Antworten.

Das unstrategische und das chaotische Kind

Bei manchen Kindern führt fehlende Ordnung zu schlechten Noten. Wenn ihr Kind immer nur am Tag vor der angekündigten Klassenarbeit lernt oder gelegentlich den falschen Stoff für den Test vorbereitet, handelt es sich um ein unstrategisches Kind. Hausaufgaben werden oft fehlerhaft und unordentlich erledigt, in Tests fehlen Buchstaben oder ganze Wörter. Erholung wird meist vor dem Fernseher gesucht, und die Lieblingsserie Futurama ist Entspannungskriterium Nummer Eins. Das chaotische Kind vergisst sogar manchmal, dass eine Klassenarbeit ansteht und kommt unvorbereitet zu einem Test. Oft sind bei chaotischen Kindern die Prüfungen fast fehlerfrei, aber durch den plötzlich aufkommenden Stress, werden Aufsätze oder Test aufgrund von Zeitmangel nicht fertig geschrieben.

Gemeinsam Lernen

Für schlechte Noten gibt es leider kein Rezept, das bei allen Kindern hilft. Um dem Problem auf den Grund zu gehen, sollten Eltern die Klassenarbeiten der Kinder in Augenschein nehmen und auf Schrift und Fehler achten. Eine Absprache mit dem Lehrer oder der Nachhilfegruppe wäre angebracht. Es ist enorm wichtig, gemeinsam mit dem Kind zu lernen. Eltern sollten wissen, mit welchen Fragen sich das Kind beschäftigt, welche Tests anstehen oder welche Fächer dem Kind schwer fallen. Oft helfen auch Konzentrationsübungen oder ein Ausgleich durch Hobbies, bei denen das Kind die Zustimmung bekommt, die ihm im Schulalltag fehlt. Gemeinsames Lernen mit ausreichend Zeit macht mehr Spaß und fördert Konzentration und Motivation.

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