Schulformen

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Die richtige Schule zu wählen ist von großer Wichtigkeit. Zwar werden in der Regel die Schulen nach dem Wohnort zugeteilt, jedoch besitzen die Eltern des Kindes ein gewisses Mitspracherecht. In der Regel besuchen die Kinder die nächstliegende staatliche Schule und werden automatisch dort angemeldet.
Soll ein Kind eine andere Schule besuchen, dann muss es vorerst von der zugehörigen Schule von der dortigen „Schulpflicht“ befreit werden. Dafür muss ein gesonderter Antrag gestellt werden, der die Gründe nennt. Gründe können der Arbeitsort der Eltern sein und der Wunsch das Kind auf eine Schule zu schicken, die nah am Arbeitsort liegt. Oder aber auch die Betreuung des Kindes kann ein Grund sein. Außerdem besteht die Möglichkeit das Kind auf eine sogenannte Alternative oder freie Schule zu schicken. Dazu gehören Waldorf- und Montessori-Schulen.

Waldorf-Schulen

Sie gründen auf der Pädagogik von Rudolf Steiner. Es ist eine international verbreitete Pädagogik aus der Zeit der Reformpädagogik mit einem anthroposophischen Hintergrund. Es ist sicher zu pauschal zu sagen, dass hier der Mensch in seiner Ganzheitlichkeit betrachtet wird. Die Waldorf-Pädagogik ist wesentlich komplexer. Sie umfasst die Dreigliedrigkeit des Menschen. Darunter fallen das Denken, Fühlen und Wollen, die alle drei gleichermaßen gefördert werden sollen. Der Unterrichtsaufbau an einer Waldorf-Schule unterscheidet sich von staatlichen Schulen.

An Waldorf-Schulen gibt es keinen festgelegten Lehrplan mit Zielen und Themen, sondern der Unterricht bestimmt sich am Entwicklungsstadium der jeweiligen Schüler. Der „Lehrplan“ entsteht also aus dem Kind selbst. Der Unterricht teilt sich in den Hauptunterricht, Fremdsprachenunterricht ab der ersten Klasse, künstlerischen Unterricht, Eurythmie und vieles mehr. Ein Kind kann an der Waldorfschule alle Schulabschlüsse inklusive der Allgemeinen Hochschulreife absolvieren.

Montessori-Schulen

Die Montessori-Pädagogik gründet auf der italienischen Ärztin und Reformpädagogin Maria Montessori. Der Grundgedanke ist das „Kind als Baumeister seiner selbst“ und das Lernen beinhaltet offenen Unterricht und Freiarbeitszeit. Das Kind zeigt selbst, was es lernen möchte und soll dabei unterstützt werden. Die natürliche Freude am Lernen und die Selbstständigkeit stehen hier im Mittelpunkt.

Ein wichtiger Grundzug der Montessori-Pädagogik ist die Umgebung. Die Tische und Stühle müssen verrückbar sein, damit sich das Kind seinen persönlichen Ort zum Lernen wählen kann. Außerdem gibt es eine Reihe von Schulmaterialien, die die Kinder zum Lernen animieren sollen. Auch an der Montessori-Schule können nach einer entsprechenden Vorbereitung alle Schulabschlüsse absolviert werden.

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