Schulranzen

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Für die Kleinen ist der erste Ranzen etwas ganz Besonderes. Sie sind nun keine Kindergartenkinder mehr, sondern waschechte Schüler und werden jetzt auch als solche erkannt. An den Schulranzen werden hohe Anforderungen gestellt. Er soll gut aussehen, praktisch und kindgerecht, und für alle gut sichtbar sein.
Um einen sicheren Transport für die vielen Hefte und Bücher und einen sicheren Schulweg für die Kinder zu gewährleisten, werden hier einige Anforderungen und Tipps für einen Schulranzen vorgestellt.

Ein Ranzen sollte:

Wasserdicht sein

Unsere Kinder müssen heutzutage jede Menge Hefte und Bücher mit sich herumtragen. Für jedes Fach benötigen sie ein jeweiliges Heft und mindestens ein Buch. Durch einen Schulranzen wird ihnen der Transport der Schulunterlagen vereinfacht, ohne diese zu knicken und ohne dass sie nass oder dreckig werden. Hierfür muss gewährleistet sein, dass der Ranzen wasserdicht ist. Aus diesem Grund sind die meisten modernen Ranzen aus einem hochwertigen Kunststoff, für Traditionsbewusste gibt es den Ranzen aber auch noch in Leder.

Seitentaschen haben

Weiterhin sollte der Ranzen über Seitentaschen verfügen, um zum Beispiel eine Trinkflasche außerhalb des Ranzens zu verstauen. Müsste man die Trinkflasche innen verstauen, ist die Gefahr groß, dass sie ausläuft und der Ranzen von innen nass wird.

Sicherheit bieten

Viel wichtiger als das Design ist jedoch die Sicherheit. Hier gilt für Schulranzen: je auffälliger desto besser. Auf dem Schulweg geht es um Sehen und gesehen werden, da den Kindern jedoch anfangs der Überblick fehlt, steht das gesehen werden im Vordergrund. Die DIN-Norm gibt vor, wie viel Leuchtfarben ein Ranzen haben soll und dass der Ranzen in der Dunkelheit Licht reflektieren muss. Meist passen diese Normen nicht mit den Design-Vorstellungen der Kinder überein. Hier gilt jedoch: Sicherheit geht vor. Weitere praktische Anforderungen sind zum Beispiel, ob der Ranzen von allein stehen bleibt und ob sich der Deckel des Ranzens gut öffnen lässt.

Auch von außen gefallen

Für die Kiddies sind solche praktischen Anforderungen etwas uninteressanter – auf das Design des Ranzens kommt es an. Mit coolen Motiven soll der Ranzen zu ihnen passen. Bereits in diesem Alter haben die Kleinen ein ausgeprägtes Markenbewusstsein, weshalb sie zum Teil Wert darauf legen, den Ranzen einer bestimmten Marke zu bekommen.

Ergonomie eines guten Ranzens

Neben der Sichtbarkeit des Ranzens ist der wichtigste Punkt die Ergonomie. Befüllt sollte der Ranzen nicht mehr wiegen als 10 – 20 % des Gewichts eines normalgewichtigen Kindes. Die meisten Schulranzen sind auf die Ergonomie der Kinder in Form und Größe angepasst. So gibt es spezielle Ranzen für Vorschul- oder für Grundschulkinder.

Die Trageriemen des Ranzens sollten außerdem gut gepolstert sein. Am besten nimmt man sein Kind zum Kauf des Schulranzens mit, damit es den Ranzen probetragen kann. Hier wird sich herausstellen, ob zum Beispiel der Ranzen gegen die Lendenwirbel drückt, die Tragegurte am Hals oder unter den Achseln scheuern und ob der Ranzen dem Kind gefällt. Trotz der ergonomischen Form belastet ein Schulranzen den Rücken des Kindes, staucht die Wirbelsäule und zieht das Kind nach hinten. Die Trageriemen können einschneiden, sich lösen oder reißen.

Die Lösung hierfür könnte ein Trolley sein, der ähnlich wie ein Ranzen aussieht, jedoch mit Rollen und einem langen Tragriemen ausgestattet ist. So können die Kinder den Ranzen hinter sich herziehen, ohne den Rücken der Belastung auszusetzen. Jedoch können sich auch hier Nachteile ergeben, zum Beispiel, dass man die Hände nicht mehr frei hat, das Einsteigen in den Bus schwieriger ist oder, dass das Kind sich vielleicht komisch fühlt, weil alle anderen einen Ranzen haben, nur es selbst nicht.

Schulrucksäcke

Für Teenager sind Schulranzen vollkommen out. Sie tragen lieber Schulrucksäcke und auch hier wird oft auf bestimmte Marken wert gelegt, wobei die Markenrucksäcke oft noch günstiger sind als ein richtiger Schulranzen. Neben den schlichten einfarbigen Rucksäcken gibt es mittlerweile auch hier bunte und motivreiche Varianten. Als echter Allrounder kann der Rucksack nicht nur ausschließlich für Schulsachen benutzt werden, sondern ist auch im Hobbyalltag eine runde Sache.

Von den Anforderungen her ist es bei dem Rucksack ähnlich wie bei dem Ranzen. Er sollte wasserdicht sein und ausreichend Platz bieten. Auch hier sind Seitenfächer ideal um Brillenetuis, Brotdosen oder Trinkflaschen zu verstauen. Meist sind die Rucksäcke angenehm zu tragen und ergonomisch angepasst. Ganz entscheidend ist aber die Abweichung von Schulranzen und Schulrucksäcken, was die DIN-Norm angeht. Rucksäcke müssen nicht mit Signalfarben und Reflektoren ausgestattet sein und weisen deshalb ein gewisses Sicherheitsdefizit auf. Für Grundschulkinder sind solche Rucksäcke eher weniger geeignet. Sobald ein Kind oder ein Teen die Verkehrssituation abschätzen kann, sinkt die Gefahr. Jedoch sollte davor auf den originären Schulranzen zurückgegriffen werden.

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